10.05.10

wie immer geloben wir besserung. es soll wieder mal mehr informationen zu unseren inhaltsarmen sendungen geben. was haben wir heute gemacht?
zum einen unterhielten wir uns mit sebastian von lunapark21 ueber den euro und die leidenschaft der politiker fuer rettungs-, schutz- und sonstige schirme. zu hoeren hier.
mit organisatorinnen und teilnehmerinnen der libertaeren tage habe wir uns auch unterhalten. besonders informativ war die auswertung der eineinhalb hausbesetzungen am wochenende. dabei sind die bullen in einer weise vorgegangen, wie man sie von ihnen eben kennt. und die zeitungen haben geschrieben, was wir von ihnen erwarten. klar doch. wir hatten wie immer die leute, die es getan haben bei uns und haben sie ueber ihre sicherlich im gesellschaftlichen kontext irrelevanten motive, erlebnisse und einschaetzungen erzaehlen lassen. die leute wurden verpruegelt, beleidigt, sexistisch angemacht und schliesslich im wald ausgesetzt. so what – herr geithner ist sich sicher, dass alles mit rechten dingen zuging und hofft, dass man die taetigen zur finanzierung des polizeieinsatzes heranziehen koennte.
sonst hammer wie immer nischt gemacht. also macht uns nicht verantwortlich.
interessante termine die tage:
Mi. 13.5. 16.40 Uhr, TUD Stura Baracke: Workshop „Liebe Macht Blind“ (bitte anmelden!)
Sa. 15.5. 11 Uhr, Tagesseminar: Faschismustheorie, näheres (Ort) hier
So, 16.5. 15 Uhr, Praxis (Columbusstr. 9) Die Anti-Knast-Gruppe stellt sich vor
Mo. 17.5. 18 Uhr, Westin Bellevue Dresden (Große Meißner Str. 15): „Am siebten Tag ging der Herr shoppen …“ – Zum Pro und Contra der Ladenöffnungen an Sonntagen (bitte anmelden!)
Mo. 17.5. 19 Uhr, Theaterplatz: Flashmob: Rainbow Flash 2010


1 Antwort auf „10.05.10“


  1. 1 Uwe 18. Mai 2010 um 20:53 Uhr

    Zum Interwview mit Sebastian von lunapark21:
    Manches sehe ich ebenso, an anderen Stellen hätte ich aber einige Ergänzungen. Es gab einen guten Überblick, dass die Kapitalbesitzenden nach Gewinn streben und deshalb ihr Kapital dort anlegen, wo es Gewinn bringt. Auch wurde klargestellt, dass je höher das Risiko ist, desto höher sind die Gewinnforderungen. Das gilt nicht nur für Kredite. Und das gilt auch nicht nur für die griechischen Kapitalbesitzenden. Allerdings fehlte mir an der Stelle der deutsche Exportüberschuss gegenüber Griechenland. Das ist ein wesentlicher Teil des Zahlungsbilanzdefizits von Griechenland gegenüber der Bundesrepublik. Deshalb wurde auch nicht verdeutlicht, dass eine wesentliche Ursache dafür das Hartz-IV-Gesetz und die damit verbundene Reallohnsenkung bei uns sind, während in den anderen Euro-Ländern im Regelfall die Reallöhne deutlich gestiegen sind. Auch wurde nur angedeutet, dass der Sinn der Euroeinführung neben der Erleichterung der Kapitaltransaktionen für die Kapitalbesitzenden auch die Erleichterung des deutschen Exports und die Verhinderung von Währungsabwertungen zur Abwehr der beschriebenen Exportoffensive war. Aus genau diesem Grund soll der Euro jetzt auf Kosten der Bevölkerung der Euro-Zone mit allen Mitteln verteidigt werden. Aber natürlich geben das die Regierenden nicht zu. Stattdessen schimpfen sie auf die Spekulanten. Dass dies nicht ernst gemeint ist, zeigt sich nicht nur daran, dass jetzt (wie auch bei der Bankenrettung) zur Sicherung der Einnahmen der Spekulanten viele Milliarden Euro verschenkt werden. Es gibt auch keinerlei Maßnahmen gegen Spekulation. Selbst die sehr vorsichtige Regulierung der Finanzmärkte hat nur den Sinn, die Sicherheit der Spekulierenden zu erhöhen. Auch, dass die Bundesregierung das Geld hat, würde ich etwas differenzierter sehen. Zustimmen würde ich sofort, dass die Bundesregierung keine Probleme hat, entsprechende Kredite aufzunehmen. Aber im Sozialbereich wird bei viel kleineren Beträgen erklärt, dass kein Geld da sei. Verstärkt wird dies noch durch die Schuldenbremse (Maastricht-Kriterien, Grundgesetz). Bei Unterstützung für Kapitalbesitzende spielt das aber keine Rolle.

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