Archiv für Juli 2010

26.07.10

Vor einiger Zeit gab es Oaxaca (Mexico) Wahlen. Philip Gerber von amerika21.de war vor Ort und berichtete, dass die PRI Mehrheit verloren an Allianz verschiedener Parteien hat. Diese hat aber wenig Chancen und nur begrenzten Willen, die Probleme vor Ort zu lösen. Verschiedene soziale Bewegungen stellen ihre Forderungen schon jetzt an die zukünftige Regionalsregierung. Weitere Infos gibts auf deutsch und spanisch.

Wolfhard Pröhl stellte uns den Film The Age of Stupid – Warum tun wir nichts? vor, der ab heute 22 Uhr im Casablanca läuft. (Ab So. 20 Uhr.) Diese fiktive Dokumentarfilm befasst sich mit dem Ressourcenverbrauch unserer Zeit und der Frage, warum wir nichts daran ändern, obwohl wir wissen, was die Folgen unseres Handelns ist. Am Mi. 4.8. kann im Anschluss an den Film mit Vertretern von Greenpeace über das Thema gesprochen werden.

Vom 2. bis 8.8. findet in Gersdorf (bei Rosswein) das Festival La Libertad statt. Marco stellte das Programm und das Konzept vor.

Vor 6 Jahren (Nov. 2004) gab es einen Anschlag auf das Büro für demokratische Kultur in Wurzen. Nach der Demo, die dagegen protestiert hatte, wurde Christof Winter von einem Polizisten so geschlagen, dass er mehrere Zähne verloren und der Kiefer schwer verletzt worden. (siehe einen Artikel bei der Zeit) Nachdem der Polizist nicht ausfindig gemacht werden konnte, wird nächste Woche (4.8. 9.00 Uhr) vor dem Oberlandesgericht Dresden (Am Schlossplatz 1) verhandelt, ob dem Opfer ein Schadensersatz zusteht.

Im Erzgebirgskreis sitzen fünf NPD-Abgeordnete im Kreisrat (5,7%). Kreisrat Heiko Reinhold (Grüne) berichtet von der Situation dort, auch davon, dass bei den Anträgen der NPD gewöhnlich mehr Stimmen bekommt, als die NPD Abgeordnete hat.

19.07.10

Die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ hat kürzlich ihren Jahresbericht vorgestellt. Aus diesem Anlass führte Radio Lora (München) ein Interview mit Frank Dörner, den Geschäftsführer der Deutschen Sektion der Hilfsorganisation, welches sich mit den aktuellen Einsätzen und dem Verhältnis zu Militär oder staatlichen Institutionen befasst.

In Lubmin bei Greifswald steht ein Zwischenlager für atomaren Abfall. Dort soll jetzt Atommüll aus der ehemaligen Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe eingelagert werden. Dieser Müll ist ein spezieller Mix aus hunderten strahlenden Isotopen mit zum Teil Millarden Jahren (!) Halbwertszeit. Lokale Gruppen aus Greifswald und Rostock führen aus diesem Anlass ein Vernetzungstreffen vom 24.-28.7. in Lubmin durch. Nähere Infos gibt es hier und hier.

Die Bedingungen für Radfahrer in Dresden sind eher mäßig, teilweise auch unterirdisch. Gerade die Strecke zwischen Albertplatz und TU Dresden ist ziemlich schlecht und wird von vielen Menschen täglich benutzt. Für eine deutliche Verbesserung setzt sich der ADFC Dresden mit einer Petition beim Stadtrat ein. Mit einer Unterschrift kann diese Petition unterstützt werden.

In den Sozialnews von Radio Corax (Halle/S.) wurde die Einstellung des Verfahren gegen Andrej Holm thematisiert. Auch ging es um den aktuellen Hype um Rauchverbote unter dem Motto „Askese für den Standort“ und um den neuen Europäischen Auswärtigen Dienst: „Es geht um die militärische Durchsetzung von EU-Interessen weltweit“.

In Brüssel wird diese Tage wieder über die Europäische Agrarpolitik nach 2013 verhandelt. Begleitet wird die Konferenz von einer „Rural Fair“ auf dem Menschen eingeladen sind, die große Vielfalt von Lebensmitteln und Dienstleistungen zu bewundern, die europäische Landwirte produzieren. Radio Dreyeckland (Freiburg) hat Heike Schiebeck (Via Campesina, Österreich & Longo Mai, Kärnten) gefragt an der Verbindung EU Politik und landwirtschaftliche Diversität nicht stimmt.

Vom 2.-8.8. gibt’s das La-Liberdad-Festival in Gersdorf bei Roßwein. Die Vorbereitungen starten am 25.7. Fahrt hin – macht mit!

12.07.10

Termine interessanter Veranstaltungen:
Mi. 14.7. 16.40 Uhr, Hörsaalzentrum E05 (TU Dresden): Erinnerungskultur und Geschlecht. Geschlechtsspezifische Symbolisierungen in Akten öffentlichen Gedenkens
Mi. 14.7. 18.00 Uhr, Luther33: gentrifizierung, freiräume und ein grosses bündnis – zur situation in düsseldorf
Do. 15.7. 17.53 Uhr, Roter Baum: Alternative Kicker-WM im Roten Baum: Vortrag über Diskriminierung und Kommerzialisierung im Stadion, 19.00 Uhr Kickern
Fr. 16.7. 19.30 Uhr, Kino im Kasten (TU Dresden): „L’Absence“ (Eintritt frei)
So. 18.7. 15.00, Praxis/café négation: Psychiatrie: Einführung und Kritik

05.07.10

In der Silvesternacht 2008/09 saß Dennis J. in seinem Auto und es traten zwei Männer heran. Nach einem Wortwechsel erschoss der eine ihn durch die Fahrertür. Die beiden Männer waren Polizisten in Zivil, Dennis J. ein verurteilter und gesuchter „Kleinkrimineller“, der noch keinem Menschen etwas zu Leide getan hat und auch in dieser Situation nicht gewalttätig wird. Klingt wie ein Krimi, ist aber wirklich so passiert. Der schießwütige Polizist wurde am Sa. zu 2 Jahren auf Bewährung verurteilt, wegen Totschlags „in minderschwerem Fall“. Eine Notwehrsituation sah das Gericht nicht. Hier wird offensichtlich bei Polizeibeamten mit einer anderen Messlatte gemessen, da Normalbürger in ähnlichen Fällen nicht mit einer solchen Milde rechnen können. Wir sendeten ein Interview mit BeobachterInnen des Prozesses. Nähere Infos gibts bei Indymedia und im ÖR-Fernsehen ARD und RBB.

In einem ausführlichen Interview wurde die Galerie Treibhaus auf der Katharinenstraße 11/13 vorgestellt. Diese Galerie bietet in Projekten wie „Lokalgewächse“ Raum für junge KünstlerInnen insbesondere aus dem HfbK-Umfeld. Treibhaus ist aber nicht nur eine Galerie. Es finden auch Führungen und Malkurse für Kinder und regelmäßig Konzerte statt. So gibt es jeden letzten Mi. im Monat unter der Überschrift „Freispiel“ Raum für neue Musik. Für das Konzert von AVaspo am 17.7. werden zwei Freikarten vergeben. Bewerbungen dafür bitte per E-Mail an Treibhaus schicken.

Am 10.7. findet in Gera „Rock für Deutschland“, ein Festival von Neonazis, statt. Wer dagegen etwas unternehmen will, kann sich hier informieren.

Hermann L. Gremliza las zum Schluss seine Juli-Kolumne, in der er die These vertritt, dass der Kapitalismus sich gerade selbst ein Finale bereitet.

Marko S., Aktivist der kolumbianischen Cruz Negra Anarquista (ABC) entging nur knapp einem Mordversuch kurz vor seiner Haustür in Bogota/Kolumbien.
Für seine ärztliche Behandlung, anwaltliche Vertretung und seinen notwendigen Umzug benötigt er dringend Hilfe. Näheres gibt es bei Indymedia.

Termine interessanter Veranstaltungen:
Mi. 7. 7. 16.40 Uhr, TU Dresden, Hörsaalzentrum E05: Kernenergie – Von Hiroschima bis Tschernobyl
Do. 8. 7. 19.00 Uhr, Kunsthaus Dresden: Wie die Überlieferung der Fotografien unseren Blick prägt
Fr. 9.7. 20.30 Uhr, Treibhaus: Albumrelease HIAS – »Sechsundzwanzig«




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