05.09.2011

In Varnsdorf in der Tschechischen Republik ist es in der letzten Zeit zu Ausschreitungen gegen Roma gekommen. Anlass war eine Disko-Schlägerei Anfang August zwischen Roma und Nicht-Roma. Daraufhin kam es zu Demonstrationen die in der Region ansässige Roma in der Stadt. Unter den Demonstranten gab es Nazis, die versucht haben, die Demos zu einem Progrom werden zu lassen. Aber die Mehrheit der Demonstranten kamen nicht aus Nazistrukturen, sondern haben die Situation genutzt, ihre eigenen anti-ziganistischen Einstellungen endlich zeigen zu können.
Viele Städte haben Wohnungen privatisiert und damit den Umzug nicht mehr beeinflussen. Immobilienfirmen haben Roma in verschiedenen Städten ihre Wohnung abgekauft und günstigere Wohnungen in Randgebieten wie Varnsdorf verkauft. So ist es zu einem vermehrten Zuzug von Roma gekommen. Gleichzeitig stieg auch die Kriminalität an, so dass die Roma
Die staatliche Integrationspolitik hat ihren Schwerpunkt in dem halbherzigen Versuch der Anpassung von Anpassungsunfähigen, wie die Roma oft bezeichnet werden, was vermutlich nichts an der Lage ändern dürfte. Interessant ist auch, dass die gewählten PolitikerInnen das Thema überhaupt nicht kommentieren.
Von diesen Ereignissen berichtete uns Miro vom Kulturbüro Sachsen. Weitere Informationen zu dem Thema können u. a. im Portal Romea.cz gefunden werden.

Uns wurde das Festival frei improvisierter Musik vorgestellt, welches diese Woche in Dresden startet.

Aus dem Wendland gibt es Neuigkeiten zum Zwischenlager in Gorleben. Die Betreiber des dortigen Zwischenlagers veröffentlichen regelmäßig Strahlungswerte, die auf einer eigenen Berechnungsmethode beruhen. Wird hingegen die Berechnungsmethode der Aufsichtsbehörde auf die Basisdaten der Betreiber angewendet, so wird offenbar der Grenzwert von 0.3mS/Jahr an Neutronen- und Gammastrahlung seit 2003 überschritten. Damit steht die Genehmigung des Zwischenlagers in Gorleben in Frage. Die BI fordert deshalb, dass keine weitere Einlagerungen von Atommüll mehr erfolgt und eine andere Lösung für den Verbleib des Mülls gefunden wird. Als ersten Schritt müssen die Strahlenwerte von neutraler Stelle überprüft werden. Am Sa. gab es wegen dieser neuen Erkenntnisse eine Demo, zu der 600 Personen gekommen sind.

Termine interessanter Veranstaltungen:
Mi. 7.9. 18.00 Uhr, Hygienemuseeum: Gewalt konkret – Fakten, Maßnahmen, Konsequenzen
Mi. 7.9. 19.30 Uhr, ÖIZ (Kreuzstraße 7): Rüstungsindustrie, Arbeitsplätze und Frieden
Do. 8.9. 19.00 Uhr, Kunsthaus: Wildes Wissen. Künstlerische Forschung als Versuch
Do. 8.9. 20.00 Uhr, Scheune: Denk.Bar!
Fr. 9.9. 18.30 Uhr, WIR AG (Martin-Luther-Str. 21): Grundeinkommen
Sa. 10.9. 21.00 Uhr, RM16: Aus der Tabuisierung in die Selbstermächitigung – die Intersex-Bewegung seit den 1990er Jahren
Mo. 12.9. 20.00 Uhr, Haus der Kathedrale, Schloßstraße 24: Freiheit in Verantwortung – Warum Staat und Gesellschaft Regeln brauchen





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